31.3.07

Juhuu, wir werden erpresst!

Gestern schlug die rbb-Abendschau vor Freude Purzelbäume.
Der Grund:
Das reiche Baden-Württemberg in Person des Ministerpräsidenten bietet Berlin an, der Hauptstadt bezüglich der Schulden zu helfen.

Mooooment: Herr Oettingers Argumentation war folgende:
Falls Berlin seine Neuverschuldung durch Einsparungen u.a. im sozialen Bereich auf null fährt, dann vielleicht könne mensch in Deutschlands Süden, darüber nachdenken, ob die bisherigen Schulden von Bund und allen Ländern in einen Topf kämen und künftig gemeinsam abgezahlt würden.
Oder kurz: Wenn Berlin konsequent sozialfeindliche und neoliberale Politik betreibt, kann eventuell ein Teil der Schulden abgenommen werden.

Super-Angebot.

Interssant auch, dass der öffentlich-rechtliche Sender rbb nur O-Töne der Berliner Opposition und des Finanzsenators zeigt. Wieso gibt's keine Äußerungen aus dem linken politischen Lager, lieber rbb? Damit die Dankeshymne an Oettinger nicht gestört werden konnte?

1 Kommentar:

Jochen Hoff hat gesagt…

Die Gebührenerpesser vom rbb sind doch schon lange auf Linie. Wenn ich nur an die Wahlkampfberichterstattung für Pflüger denke. Da wusste jeder wie der Hase läuft.

Das die den Oettinger mögen, ist doch klar. Der gehorcht seinen Chefs aus dem Großkapital genau wie ARD und ZDF. Sie haben den gleichen Herrn.

Ich persönlich, würde dem Berliner Senat vorschlagen, als aller erstes die Kosten für die Bewachung der Politik und der Länderniederlassungen in Rechnung zu stellen. Als nächstes für die von Lobbyorganisationen genutzten Räumlichkeiten eine Fehlbelegungsabgabe von 15.000 Euro pro qm und Monat zu erheben und die Straßen rund um den Reichstag, Kanzleramt und unseren Bundespräsidenten mautpflichtig zu machen.

Da wäre Berlin dann schnell saniert.