14.10.07

Schönwetternetz

An schönen Tagen - ich meine nicht zwingend das Gegenteil von beschissenen Tagen sondern Tage mit schönem Wetter - An Tagen mit schönem Wetter kann mensch ja vieles tun.
Durch den herbstlichen Wald wandern zum Beispiel.

Wenn ich aber hier im polnischen Exil mit der virtuellen Welt Kontakt aufnehmen möchte, dann sollte ich an Tagen mit schönem Wetter vor dem Computer sitzen. Denn an Tagen mit schönem Wetter hat das offene W-Lan hier in der Nachbarschaft quasi Breitbandanschlussqualitäten. Da gehen sogar kleinere Videos problemlos. Selbst Bilder hier ins Blog hochzuladen dauert dann nur ein paar Minuten. Mit Wolken und so ist der Internetzugang anstrengender als seinerzeit mit einem 56k-Modem. Es dauert nicht nur ewig, es kommt auch noch zu Unterbrechungen. Wenn es regnet, bin ich offline. Es hat in der vergangenen Woche oft geregnet.
Ich könnte in die Internetcafés der Stadt fahren. Dann müsste ich mit grob einer halben Stunde Fahrzeit für einen Weg für das Internet nicht nur die Internetcafégebühren sondern auch noch ordentlich Reisezeit investieren. Ich könnte natürlich auch auf Arbeit ins Internet. Dazu müsste ich nur den Netzwerkmenschen des Instituts ins Büro bestellen und hoffen, dass dieser (wenig Englisch, wenig Deutsch) mir (gar kein Polnisch) erklärt, was ich tun muss, um ins Institutseigene eigene Netzwerk zu kommen. Aber das mache ich nicht, denn eigentlich sollte ich hier im polnischen Exil neben der Arbeit auf Arbeit auch noch eine Arbeit (die Magisterarbeit, die Abschlussarbeit also) fertigschreiben. Also ist wenig Internet gleich wenig Ablenkung gleich viel Arbeit. Und viel Arbeit ist, was die Stunde gebietet.

Heute war ein Tag mit schönem Wetter. Wandern war ich gestern...

Kommentare:

Saint hat gesagt…

Wo genau bist Du eigentlich?

Wenn ich in den letzten Jahren in Polen war, hatte ich immer den Eindruck, die seien da recht weit mit so IT-Krams.

Björn Grau hat gesagt…

Wahrscheinlich sind sie so weit und brauchen deshalb nicht mehr so viele Internetcafés und auch kein W-Lan an der Uni. Jedenfalls ist in der Satellitenstadt, in der ich wohne, kein derartiges Café und an der Uni ist Internet ein knappes und begehrtes Gut. An der Uni sind zwar in allen Büros Dosen für verkabeltes Internet, aber es ist zumindest für Nicht-Polnisch-Sprecher nicht so einfach, das eigene Notebook ans Netz zu bekommen. Und es gibt nicht für jedes Büro einen Rechner. Und nicht für jeden Rechner einen Internetanschluss. Aber irgendwer hier im Block hat frei zugängliches W-Lan - bei gutem Wetter... ;)
Ach ja, ich bin in Olsztyn.